09.10.2026

Glückloses Wochenende bei der Lok

Neun Punktspiele der Lok am letzten WE

Dabei nur zwei Siege und ein Unentschieden

Letzten Freitag (2.10.) viel Aktivität in Daberstedt. Mit dem Training der allerjüngsten, der G-Junioren, dem Kinderfestival im FUNiño-Modus der F-Junioren, hatte auch noch die D3 ihr Punktspiel gegen den TSV Motor Gispersleben D1.

Sechs Tore vor der Pause und auch sechs danach gegen die Lok, wurde es ein zweistelliges Ergebnis. Wohl zu hoch, aber verdient für die Motor-Jungs. Diese hatten auch etwas Glück mit ihren Toren, wie eine gedachte Flanke, die sich über den sehr tapferen Lok-Keeper Elias Tunze hinweg ins obere Eck „verirrte“, auch ein schon abgewehrter Ball im Nachschuss verwertet wurde oder ein abgefälschter Ball den Weg ins Tor fand. Aber auch nutzten sie unnötige Querabspiele vor dem Strafraum der Lok und zwei Kopfballtreffer nach Eckbällen. Mit immer wieder witzigen Sprucheinlagen von Schiri Andreas Möller aus Arnstadt blieb es nicht nur deswegen unterhaltend bis zum Abpfiff.

Mit dem Heimspiel der D1 gegen Concordia Riethnordhausen begann der Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit (3.10.). Zur Halbzeit noch torlos, war es Julian Erdurucan, der Lok nach 36 Minuten in Führung brachte. Diese hielt aber nur zwölf Minuten, als Concordia ausgleichen konnte und auch einen Sprung in der Tabelle dadurch ausblieb.

Beim FC Borntal waren die B-Junioren. Vor zwei Wochen erst zum erfolgreichen Pokalspiel, als sie im Elfmeterschießen eine Runde weiter kamen, nun das Punktspiel in der Landesklasse.

Mit viel Lob zur Halbzeit, trotz eines 0:3-Rückstandes, machte Trainer Torsten Fiedler seinen Spielern nochmal viel Mut. Mit einigen gut vorgetragenen Spielzügen fehlte immer nur der finale Abschluss. Schon nach nicht mal einer Minute, als Louis Plock und im Nachschuss Sebastian Hofmann am Borntaler Keeper scheiterten, ergaben sich noch weitere gute Möglichkeiten. Und so war es wie schon im Pokalspiel, dass Standards zu Toren führten. Tor eins nach Eckball, Tor zwei nach schnell ausgeführten Freistoß und Tor drei nach einem Freistoß, der eigentlich keiner war (26., 27. 36.). Mit einer guten Möglichkeit für Jacob Schumacher ging es in die Pause. Gleich darauf zweimal Justin Höhn als Vorbereiter, aber Sebastian Hofmann scheitert erst am Torwart, dann streicht der Ball um Zentimeter am Tor vorbei. Als ein verunglückter Rückpass noch den Einheimischen zum vierten Tor verhalf, spiegelte den unglücklichen Verlauf wieder (47.). Trotzdem kein Kopf hängen zu sehen, ein großes Lob dafür. Und als Justin Höhn im Strafraum zu Fall kam, Sebastian Hofmann den Elfer verwandelte (51.), ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft. Doch dieser wurde jäh ausgebremst mit einer überzogenen Gelb/Roten Karte für Jannik Höringklee und vier Minuten später sogar der Roten für Sebastian Hofmann, als er nach Beleidigung vom Spielfeldrand zurück „polterte“ und dies der Schiedsrichter als grob unsportlich wertete. Aber selbst mit zwei Spielern in Unterzahl suchten sie bis zum Abpfiff den Zug zum gegnerischen Tor.

Auch auf fremden Boden die C-Junioren des ESV Lok. Beim TSV Kerspleben wollten sie endlich der ersten „Dreier“ der Saison einfahren. Nach anfänglichen ausgeglichenen ersten Minuten kam Lok immer besser ins Spiel. Lohn dafür war der Doppelpack von Henk Mewes noch vor der Pause. Vor allem das zweite Tor mit doppeltem Doppelpass erzielt, war sehenswert. Auch wenn Kerspleben gleich danach zum Anschlusstreffer kam, war es Henry Meinecke, der wieder den alten Abstand herstellte. Nochmal etwas Unruhe beim zweiten Tor der Gastgeber, war es Milan Gösel der mit feiner Einzelleistung den Ball von der Grundlinie auf Hlib Rudenko prächtig vorlegte. Mit dem fünften Tor von Moritz Wenzel war kurz vor Abpfiff die Vorentscheidung gefallen, auch wenn Kerspleben nochmals auf 3:5 verkürzen konnte.

Am Nachmittag wieder in der Wilhelm-Busch-Straße. Zum Abschluss des Tages empfing Lok’s 2.Männer die des FC Erfurt Nord II, sprich vorletzter gegen Tabellenführer. Nur dies war fast über die gesamte Spielzeit nicht zu unterscheiden. So hatte Lok nach Zuspiel von Kevin Groß auf Leon Schütze sogar die erste Chance (5.). Nord im Gegenzug zunächst mit Kopfballchance, dann verpassen gleich zwei Spieler, bevor sie es mit zwei präzisen Zuspielen und dem perfekten Abschluss doch zum ersten Tor schafften (22.). Mit einer feinen Einzelleistung von Kanan Rahimov, als er gleich vier Nord-Spieler regelrecht zu Statisten machte und dem Ball locker ins Tor bugsierte (22.), schlichen sich die Höhepunkte bei beiden aus ihrem Repertoire. Nur noch einmal, als Stefan Oschmann ein Geschoss zur Ecke abwehren musste (38.), ging es in die Pause. Auch danach wenige Szenen vor den Toren. So kippte das Spiel nach 71 Minuten doch für den Favoriten. Als Stefan Oschmann im „Abtauchen“ der Ball aus den Händen gleitet, sich dabei noch verletzt und der Ball über die Linie trudelt. Doch das Spiel hatte noch zwei Höhepunkte parat. Mit einem Knaller aus dem Rückraum erhöhte Nord (81.) und Kanan Rahimov mit feinem Fuß von der Mittellinie über den Torwart ins obere Eck in der Nachspielzeit zum 2:3. Doch es reichte nicht in einer sehr kämpferischen Leistung der Lok, wenigsten einen Punkt mit zu nehmen.

Auf dem Kunstrasen im Steigerwaldstadion begann der Sonntag (4.10.), Lok’s E1 bei der U10 des FC Rot-Weiß. In einem intensiven Spiel beider, blieb es bis in die letzten Minuten spannend. Die Gastgeber in Führung gehend (8.), glich Lok durch Konstantin Rodemann fünf Minuten später aus. Durch zwei Eigentore in der letzten Minute der ersten Halbzeit zum 2:2, war es Konstantin Rodemann, der der zweiten Halbzeit den Stempel aufs Spiel drückte. Durch seine zwei Tore, unterbrochen mit einem fragwürdigen Handstrafstoß für Rot-Weiß, entführten sie mit dem 4:3-Sieg drei Punkte. Ein ausgeglichenes Spiel, wo am Ende die Effektivität ausschlaggebend war.

Nicht minder einfach das Spiel der Verbandsliga der A-Junioren, wo Lok den makellosen derzeitigen zweiten der Tabelle, den FC Thüringen Jena empfing. Und ihre weiße Weste sollte auch weiter Bestand haben. Erst ein Freistoß und der Nachschuss (18.) brach die gute Abwehrarbeit (Leon Söllner und Daniel Pfeil) der Lok. Die hielt auch weiter gut an, bevor Jena kurz vor der Pause noch zweimal nachlegte. Mit einer Großchance für Bruno Sedlacek begann die zweite Halbzeit. Mehr ließ der Gast auch nicht mehr zu, zeigte danach ihre eingespielten Szenarien und ihre Überlegenheit mit nochmals drei Toren.

In Gispersleben zu Gast die E3 des ESV bei der ersten Mannschaft des TSV Motor. Nach den ersten 25 Minuten war von Lok wenig zu sehen, was der Gastgeber gleich mit vier Toren ausnutzte. Nach dem 5:0 gleich nach der Pause, war es plötzlich eine andere Lok-Mannschaft. Fast schon im Minutentakt drückten sie Motor in ihre eigene Hälfte und erarbeitete sich Chance um Chance. Mit einem direkten Eckball von Samuel Nitsche und gleich danach dem Tor von Tim Höhn, vergaben sie aber weiter ihre Möglichkeiten, um den hohen Rückstand noch wett zu machen. Trotzdem eine gute Reaktion, nachdem man schon aussichtslos hinten gelegen hatte.

Den Sonntag beendete die 1.Männer „Am Nordpark“ beim FC Union Erfurt. Zwei Aussagen nach dem Spiel sprechen wohl für sich. Während Union-Trainer Thorsten Schmeißer mit dem Ergebnis, aber nicht der Leistung und Lok-Coach Marcus Borris mit der Leistung und nicht dem Ergebnis einverstanden waren. Lok hielt Union lange weit weg vom eigenen Tor. Nur einmal musste Johannes Hemmecke eingreifen (13.), als er dann nach zwanzig Minuten mit einem Knaller aus der halblinken ins obere Eck keine Chance hatte. Im Gegenzug der Ausgleich. Nach präzisen Pass von Patrick Gräf-Pleschke erläuft sich Julien Panier den Ball und stellt das Spiel wieder auf „Null“. Ausgeglichen bis kurz vor der Pause, war es eine Unaufmerksamkeit, als Unions Torjäger Daniel Früh per Kopf alleine gelassen seine Qualität zeigte. Mit zwei Chancen zum erneuten Ausgleich begann die zweite Hälfte. Zunächst donnert Moritz Lange einen direkten Freistoß ans Alu-Kreuz (48.), dann verzieht Fabrice Borris aus spitzen Winkel (54.). Union kam etwas stärker, musste aber bis zu Minute 70 warten, als ein Chip-Ball über Lok‘s Abwehr und der Vollendung zum Erfolg führte. Es blieb beim 3:1, einem ärgerlichen, weil lange gut mitgehaltenen Spiel.

Text: Andreas Stuhr, Patrick Dietzel (E3) https://www.esv-lok-erfurt1927.de/galerie/glueckloses-wochenende-bei-der-lok/

Fotos: Andreas Stuhr (G, F, D3, B, 2.Männer, A, 1.Männer)